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Orks

Die Plage des Kontinenten sind sie, die reißzahnbewehrten, pelzigen Räuber, die in großen Gruppen nomadisch durch die Lande ziehen, jeweils einige Wochen an einem Ort bleiben und dann ihre Zelte und Hütten wieder abbrechen, um einen anderen Ort heimzusuchen.

Die Orks sind ein räuberisches, großgewachsenes Volk mit raubtierhaftem Aussehen. Sie leben in den Ebenen und Hügelländern des Inlandes und größtenteils auf Kosten der anderen Völker: Sie betrachten neben den Tieren des Landes auch Zwerge, Alben und Gnome als Nahrung und stellen auch ihre Güter des täglichen Bedarfs oft nicht selbst her, sondern stehlen es.

Sie sind gut zwei Meter lang, lange Strecken laufen sie auf allen vieren, aber sind dennoch geschickt mit ihren Händen und laufen in ihrem Alltag aufrecht wie die anderen Völker umher. Sie transportieren ihr Hab und Gut und ihre Zelte und Hütten mit sich auf ihren ständigen Reisen, ihre meist zweirädrigen Karren verfügen (wie auch die Wägen der Alben) oft über zusätzliche Segel, und werden von den Nu­ŠpnskuŠnganan (welche zu den VielfarbskuŠnga gehören), teilweise aberauch von jungen Orks selbst gezogen.
Dort transportieren sie alles mit sich, was sie benötigen. Gekocht wird mit Feuer, Fleisch und andere Lebensmittel werden durch Pökeln u.ä. haltbar gemacht, ansonsten verzehren Orks ihre Nahrung meist recht bald nachdem sie sie erjagt, gesammelt oder gestohlen haben, insofern hält sich die Lagerhaltung in Grenzen.
Durch ihr nomadisches Leben haben Orks wenig Hygienevorrichtungen. Sie verrichten ihre Bedürfnisse schlicht etwas außerhalb des Lagers in einer Grube, die beim Abziehen wieder mit Erde zugeschüttet wird. Allerdings pausieren Orks tatsächlich meist an fließenden Gewässern, damit die grundlegenden Tätigkeiten, für die Wasser benötigt werden, verrichtet werden können.

Ihr Körper ist muskulös und überall behaart, sie kleiden sich oftmals gar nicht oder bedecken sich nur notdürftig mit Schurzen, in kälteren Regionen allerdings tragen sie auch gerne lange Mäntel, auch wenn das Fell in solchen kalten Gebieten dichter und wärmer zu werden pflegt. In wärmeren Gebieten hingegen scheren die Orks gerne ihr Fell auf eine der Temperatur zuträglichere Länge, oftmals verzieren sie ihren Körper gar mit gänzlich kahlgeschorenen Mustern.
Sie werden bis zu 50-60 Jahre alt, und sind bis auf die Höhen des Gebirgsmassivs fast überall anzutreffen, doch sie sind bei weitem nicht so häufig wie die Alben, und sogar etwas weniger häufig als Zwerge.

Normalerweise ziehen Orks in Gruppen von bis zu 100 Personen umher, doch es gibt auch reichlich einzelgängerische Orks. Diese Einzelgänger sind oftmals äußerlich entstellt, ihr Fell ist unregelmäßig, ihr Körper manchmal seltsam deformiert. Sie scheinen oft körperliche Schmerzen zu erleiden, denn ihr Heulen hört man tage- und wochenlang in den Wäldern, und die wenigen Alben und Zwerge, die das zweifelhafte Glück hatten, einen dieser Orks zu beobachten, ohne selbst entdeckt zu werden, berichten davon, daß sie sich bisweilen vor Schmerzen am Boden wälzen oder gegen Steine und Bäume werfen. Man sieht sie zudem selten tagsüber, denn dann verstecken sie sich wohl, um nachts auf Nahrungssuche zu gehen. Dabei schleichen sie sich auch gerne auf Alben-Höfe, um sich in den Feldern zu bedienen oder sich an Nutzvieh zu vergreifen, vereinzelt auch an unvorsichtige Alben oder Zwerge. Sie verzehren ihre Nahrung auch oft genug unzubereitet oder höchstens am offenen Feuer gegrillt.

In den Siedlungen jedoch gibt es durchaus einen gehobeneren Lebensstandart, so findet man in jeder Orksiedlung auch mehrere Restaurants, wo die gefangenen Opfer kunstvoll zubereitet werden.

Nicht selten verüben Orks auch etliche Schandtaten und üble Spielereien mit ihren Opfern, wie man in den seltenen Fällen herausgefunden hat, in denen Zwerge oder Alben durch schiere Überzahl und Waffengewalt und unter erheblichen Opfern eine Orksiedlung sprengten, um Gefangene zu befreien, und oft verstümmelte und meist geistig völlig zerrüttete Opfer vorfand, die Schlimmes zu berichten wussten.

Gefangene Orks töten sich stets lieber selbst, als in Gefangenschaft zu bleiben, und können dies mit Hilfe der scharfen Reißzähne selbst ohne zusätzliche Waffen. In aller Regel kommt es auch gar nicht zu einer echten Gefangennahme, da ein in die Enge getriebener Ork seinem Leben ein Ende bereitet, wenn er der Meinung ist, nicht mehr aus der Bedrohung entfliehen zu können, und reißt am liebsten auch noch so viele andere wie möglich mit in den Tod.

Doch vor etwas haben Orks Angst: dies sind die Trolle. Zwar in einer zahlmäßigen Minderheit, sind Trolle doch die einzigen Feinde, die Orks kennen. Mehr dazu findet man unter dem Stichpunkt "Trolle".

Die Nu­ŠpnskuŠnganan, die die Orks auf all ihren Wegen begleiten, leben übrigens sehr eng mit den Orks zusammen. Nicht nur, daß sie sich durchaus gerne innerhalb der Hütten und Zelte aufhalten, sie speisen sogar zusammen mit den Orks. Notgedrungen muß man sagen, denn die Orks nutzen die Tiere als Sitzgelegenheit zu Tisch, denn der Rücken der Tiere bildet, sobald sie sich auf Befehl der Orks zu Boden niederlassen, eine bequeme, gerade Bank.
Die Nu­ŠpnskuŠnganan verlassen übrigens gegen Ende ihres Lebens, das sie anscheinend kommen spüren, die Orksiedlung, und machen sich auf den Weg ins Gebirge, wo sie wie von unsichtbarer Hand gezogen sagenumwobene Plätze aufsuchen, um dort zu sterben. Hunderte und Tausende von Gerippen liegen dort, hellweiß gebleicht durch die hart scheinende Sonne.
Die Gesellschaft der Orks ist hierarchisch aufgegliedert. Dabei gibt es verschiedene Altersstufen, die durch verschiedene Schlüsselereignisse eingeleitet werden. So erreicht der Jungork die zweite Alterstufe dadurch, daß er seinen ersten Alb oder Zwerg getötet hat. Innerhalb jeder Altersstufe gibt eine Art Hackordnung, wobei in aller Regel ältere Orks auch höhere Positionen einnehmen. Orks wachsen Zeit ihres Lebens, während junge Orks gerade mal 1,50m lang sind, werden alte Orks bis zu 2,30m lang.
Während junge Orks oft für Arbeiten herangezogen werden, die nicht sehr hoch angesehen sind (z.B. das Ziehen der Karren während Reisen, oder andere körperlich schwere Aufgaben), werden Krieger und Jäger eher von älteren Orks gestellt.

Die Rang-Kämpfe werden aber nicht, wie man vielleicht annehmen könnte, ausschließlich durch körperliches Kräftemessen ausgefochten. Dies kommt zwar auch vor, doch daneben gibt es auch eine Vielzahl anderer Wettbewerbe, die auch die Geschicklichkeit der Orks auf die Probe stellt. Und was man angesichts ihrer brutalen Lebensweise nicht denken mag: sie musizieren und singen sehr gerne (auch wenn ihre rauen, tiefen Stimmen bei anderen Völkern eher morbid-fasziniertes Schaudern hervorruft) und messen sich auch hiermit innerhalb ihrer Altersstufe.

Gelangt ein Ork an sein natürliches Lebensende, ohne vorher durch Krankheiten oder Kämpfe ums Leben zu kommen, dann altert er innerhalb weniger Wochen sehr schnell. Da schwache Gruppenmitglieder in einer nomadischen Gesellschaft wenig Nutzen haben, werden diese altersschwachen (aber auch sehr kranke) Orks meist mit deren Einverständnis rituell getötet und von der Gemeinschaft zusammen verspeist. Für die Tötung, die Zubereitung des Fleisches und das Verspeisen selbst gibt es zahlreiche zu beachtende Regeln.