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Zwerge

Ein weiteres Volk, deren Angehörige gerne als "klein" bezeichnet werden, die aber doch so ganz anders sind als die Elfen und Gnome, sind die Zwerge. Höchstens 120cm groß, haben sie doch einige erstaunliche Dinge geschaffen, wie sie sonst keiner auf der Welt zu schaffen vermag.
So sind sie meisterhafte Architekten, aber auch die Künste werden von ihnen bisweilen perfekt beherrscht. Einige der größten Dichter und viele bildenden Künstler wie Bildhauer, Maler und dergleichen gingen aus dem Zwergengeschlecht hervor.

Ihr typisches Aussehen ist von robuster Natur, kräftige Arme und Beine und ein stämmiger Körper, während ihrer Arbeit auf den Feldern oder in den schmutzigen Kompottminen meist gewandet in praktischer Kleidung aus festem, rauem Stoff oder Leder, pflegen sie hingegen in ihren Dörfern prächtig gewandet umherzugehen. Ein jeder Zwerg, Männer wie Frauen, verfügen zu Hause über eine beachtliche Garderobe, wie auch über vielerlei Accessoires und Schmuck.

Die Gesichter sind samt und sonders von dichtem Haargestrüpp umwuchert, sofern nicht Teile des Haupthaars und des Bartes kunstvoll gestutzt, rasiert, mit Naturprodukten gefärbt oder mit Schmuck und allerlei Tand und bunten Bändchen verziert sind.
Die Teile des Gesichtes, die zu sehen sind, werden zudem noch kunstvoll bemalt - allerdings hat dies nicht nur ästhetischen Sinn, sondern spiegelt auch die Stellung in der Gesellschaft und der Familien-Hierarchie wieder.
Zwerge leben vor allem an den Westhängen des Gebirgsmassivs, angefangen in der noch hügeligen Ebene bis hoch hinauf in die unwirtlicheren Gebiete, doch auch (in vergleichsweise geringerer Zahl) in den anderen beiden kleineren Gebirgen des Kontinents, und es gibt keine verschiedenen Rassen, wie man es bei den Alben, Elfen oder Gnomen kennt.

Ihr Lebensraum befindet sich größtenteils unter der Erde. Dies wird begünstigt durch die unzähligen Höhlen, die die Westflanke des Massivs im Osten durchziehen, was wiederum dem Kompottbaum seinen Lebensraum gibt (dazu später mehr).
Entweder bewohnen die Zwerge natürliche Höhlen, die sie ihren Bedürfnissen entsprechend anpassen, oder hauen, wo es keine oder nur zu kleine Höhlen gibt, allein mit der Kraft ihrer Hände komplett neue Höhlen aus dem Fels oder graben sich tief in die Erde, wo kein senkrechter Fels vorhanden ist. Der Eingang zu einer solchen Zwergenhöhle ist in aller Regel eng und schmal, denn er soll auch Schutz bieten vor den Orks, die sonst bis in die Dörfer vordringen würden. Der Eingang weitet sich in einer solchen Behausung nach mehreren Metern zu einer großen Höhlung, die manchmal Ausmaße von 200x100 Metern und eine Höhe von über 30 Metern haben kann (die durchschnittliche Größe ist jedoch wesentlich kleiner). Hier finden sich dann verschiedenste gemauerte Häuser, mit kleinen Sträßchen, Gassen und Dorfplätzen dazwischen. Kunstvolle Türmchen, Erkerchen und Querverbindungen in luftiger Höhe verzieren die Häuser, meist kann man bis in den letzten Winkel der Höhle vordringen, ohne den Boden betreten zu müssen. Diese Verbindungen durchziehen das gesamte Dorf, und auf diesen Fluren spielt sich ein nicht unwesentlicher Teil des sozialen Dorflebens ab. Tische und Bänke stehen dort an den Flurwänden, hier werden die neuesten Nachrichten, aber auch Klatsch und Tratsch besprochen, mit Nachbarn zusammen Tee getrunken und vielerlei mehr.

In ihren Höhlen selbst oder in der näheren Umgebung können die Zwerge nur unzureichend Nutzpflanzen anbauen, daher sind sie auch auf Importe angewiesen. An Holz kommen sie in der Regel noch ausreichend heran, doch Seil- und Textilmaterialien müssen eingeführt werden. Ansonsten wird auch außerhalb der Höhlen in begrenztem Maß Getreide u.ä. angebaut, die klimatischen Verhältnisse sind allerdings nicht sehr optimal, weil sehr trocken.
Nutztiere werden ebenfalls in und außerhalb der Höhlen gehalten, wie zum Beispiel das Skżrta.

Meist innerhalb der Höhlen befinden sich auch die Zugänge zu den Kompott- und die Erzminen. Hier ist kleiner Exkurs nötig: der Kompottbaum wächst fast überall auf der Westflanke des Ostmassivs, aber auch in den anderen, kleineren Gebirgen des Landes. Dies beruht darauf, daß er hier optimale Lebensbedingungen findet, da er große Höhlungen unter der Erde benötigt. Seine starken Pfahlwurzeln dringen bis in große Tiefen vor, wo schließlich in geeigneten Höhlungen Früchte austreibt. Diese werden im überreifen Zustand weich und schwer und fallen schließlich zu Boden. Bakterien verhindern, daß diese verrotten. Daraufhin verhärten der Fruchtkompott allerdings innerhalb weniger Tage zu einer harten Masse, so daß der Boden schließlich mit der Zeit mit einer dicken Schicht sehr hartem Kompottmaterial bedeckt ist, die von den Zwergen nur mittels mechanischer Hilfsmittel (Pickel, Bohrer) herausgelöst werden kann.
Unter der Erde lebt ferner ein Tier, daß sich gänzlich dem Kompottbaum angepasst hat und ohne den die Fortpflanzung für den Baum nicht möglich wäre: der Fruchthöhlenwurm ist ein ca. 3m lang und ca armdick. Er hat ein starkes Maul, um sich durch den schnell hart werdenen Kompott zu beißen. Für die Minenarbeiter kann der Fruchthöhlenwurm durchaus zu einer ernstzunehmenden Gefahr werden, es gibt immer wieder Unfälle durch ihn.
Dieses Tier schließlich trägt durch seine Ausscheidungen die Samen des Baumes weiter, da er sich auch sonst durch normales Erdreich wühlt.

Dieser Kompott ist ein wichtiges Baumaterial auf ganz Ężansmottír, denn es ist ein wahres Multitalent. Im kristallisierten Zustand ist er sehr hart und fest und kann in verschiedenste Formen gesägt/gefräst werden, dabei ist es aber dennoch durchscheinend (vor allem, wenn es vorher erhitzt und dadurch flüssig gemacht und von Verunreinigungen befreit wurde) und wird deshalb auch als (wenn auch gefärbter) Glasersatz verwendet. Ferner findet er in der Schmuckherstellung Anwendung, vor allem, wenn im Innern der durchscheinenden Masse kleine Tiere oder Insekten eingeschlossen sind. Außerdem kann man ihn, wenn man ihn erhitzt und damit in eine gallertartige und später gar in flüssige Form gebracht hat, sogar essen bzw. trinken :) Allerdings verhärtet er bei normaler Lufttemperatur wieder sehr schnell, man kann ihn also nur heiß genießen.

Da in manchen Gebieten die Zwergenhöhlen recht dicht aneinander liegen, kommt es auch vor, dass die Höhlen untereinander Verbindungen haben. So sind weite Teile des westlichen Gebirgsmassivs durchlöchert wie ein guter Käse.

Zwerge und Alben treiben gerne Handel miteinander und kommen auch sonst gut miteinander aus. Zwerge sind den Alben intellektuell und technisch überlegen, doch sie begegnen ihnen mit großer Höflichkeit.

Weiterführende Informationen

- Die Familienstrukturen der Zwerge
- Zu den Zwergen-Häusern
- Modische Zwerge